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Zum Kinostart von "The House That Jack Built" - Die 10 besten Filme von Lars von Trier

Gleichermaßen verdammt wie vergöttert: Lars von Trier. Warum der dänische Filmemacher so wichtig ist, liegt aber auf der Hand, denn sein Name steht noch für ein Kino, das in der Lage ist, Reaktionen zu forcieren. Ob das nun Euphorie oder Ablehnung ist, sei an dieser Stelle einfach mal dahingestellt, wertvoll sind beide Gefühlsregungen. Zum Kinostart seiner therapeutischen Serienkiller-Chronik The House That Jack Built wollen wir euch nun seine zehn besten Regiearbeiten vorstellen. VielSpaß damit!

Dies ist eine Liste von Souli.



10
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The Boss of It All

Der Film selbst ist ein nettes, unterhaltsames, ironisches, absurdes Schelmenstück und nimmt zweifelsohne eine Ausnahmestellung im Schaffen des Meisters ein. Interessanter ist das eigens für den Film entwickelte Aufnahmeverfahren namens Automavision: Per Zufallsgenerator verschiebt dieses Programm den Bildausschnitt, die Neigung, die Brennweite von Licht und Kamera. Automavision lässt die Schauspieler im Unklaren darüber, wie sie im Bild sind. The Boss of It All ist also Kino ohne jedwede Absicht. Eine Zerstörung und gleichzeitige Schöpfung von Form.

9
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Europa

Von Trier schickt den Zuschauer auf eine düstere Reise durch das blutjunge Nachkriegsdeutschland 1945. Ein Land, in dem offiziell Frieden herrscht, das praktisch immer noch mit den Nachbeben des 2. Weltkriegs zu kämpfen hat. Man erlebt diese Reise mit einem Blick über die Schulter von Leopold Kessler, einem Amerikaner deutscher Abstammung, der als Zugschaffner in diesem zerstörten Land anheuert. Obwohl von Trier mit Europa keine surreale Geschichte erzählt, wirkt es zum Teil so. Seine Inszenierung ist grandios, verstörend und visuell fantastisch. Als wenn man ein Ticket für eine Rundfahrt durch einen realen, trotzdem merkwürdig abstrakten Albtraum erworben hat. Über weite Strecken in schwarz-weiß gehalten, wechselt von Trier an geschickt gewählten Momenten zu Farbbildern, berauscht gelegentlich durch tolle Hintergrundmontagen, stehts in wahnsinnig mitreißende Bilder eingefangen und mit dementsprechender Musik hinterlegt. Europa ist ungemein fesselndes Arthauskino, großartig gespielt, sehr stilsicher und thematisch hoch interessant.

8
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Idioten

Mit Idioten hat Lars von Trier ein tiefgreifendes Sozialdrama inszeniert, das auch gleichzeitig seine erste Arbeit unter der Dogma95-Flagge darstellt. Während allein schon die Prämisse (verständlicherweise) auf Ablehnung stoßen wird, sollte man nicht vorschnell urteilen und dem Film auf jeden Fall die Chance geben, den Zuschauer von sich zu überzeugen. Der Film ist in seinem Inneren tatsächlich das Gegenteil von dem, was der Zuschauer zunächst von ihm hält - und darin liegt seine Kraft, seine Aussage, sein Sinn.

7
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Dancer in the Dark

Wie üblich bei einem Werk von Lars von Trier sollte man hier vorher wissen, worauf man sicheinlässt. Alle Argumente, die Kritiker oftmals gegen den Regisseur aufbringen, kann man auch hier wieder erkennen, allen voran das wiederkehrende Motiv, vor allem Frauen einem unerträglichenMartyrium auszusetzen. Trotzdem schafft er es wie kein zweiter, den Zuschauer so nah wie möglich an seinen Figuren zu halten und einen immer mitzureißen und zu fesseln, so dass Dancer in the Dark wieder zu einem unwiderstehlichen, überragenden und im besten Sinne gewöhnungsbedürftigen Film wird.

6
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Hospital der Geister

Hospital der Geister (klar, ist eine Serie) ist eine völlig eigensinnige, aber durchaus einnehmende Seherfahrung, der wohl kein Vergleich wirklich gerecht wird. Was Lars von Trier hier aus dem Hut zaubert ist ein wildes Sammelsurium aus unterschiedlichsten Genreversatzstücken, ein beinahe krankhaftes Panoptikum, das frei von jeglichen Zwängen der Absurdität frönt und dennoch einen treffenden Kommentar auf so manch gesellschaftlich relevantes Thema formuliert. Empfehlenswert ist die Serie deswegen wohl vornehmlich für all die Zuschauer, die gerne über den Tellerrand hinausblicken und darauf verzichten können, das Gesehene krampfhaft in Schubladen einzuteilen.

5
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Nymphomaniac 1

Lars von Trier ist wohl einer der großen Autorenfilmer des europäischen Kinos, der seine Charaktere mit voller Inbrunst liebt, der ihnen aufrichtig bis auf den Boden des Abgrundes folgt, sie niemals verurteilt, sondern ihnen in ihrer Menschlichkeit begegnet und spiegelt. In Nymphomaniac ist das ebenso, von Pornographie (nur, weil es Hardcore-Sex gibt, muss man nicht gleich Porno schreien, sondern sollte mal lieber die Augen öffnen) und Frauenverachtung ist keine Spur auszumachen, stattdessen gibt es eine philosophisch-urteilsfreie Analyse einer gequälten Seele, wie man sie an jeder Straßenecke vorfinden kann.

4
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Melancholia

Wenn sich Justine im letzten Akt des Filmes im blauen Schein des Todes sonnt und eine gewisse Seelenruhe im Angesicht ihres Ablebens entdeckt, dann wird deutlich, wie inbrünstig der dänische Auteur seine Protagonistin anbetet – er liebt sie gewissermaßen zu Tode, um sie (sinnbildlich für das Schaffen des Filmemachers) auch im bedrängenden Augenblick des Untergangs voller mystifizierter Sanftmut erstrahlen zu lassen. Die introspektive Beleuchtung Justines ist gekoppelt an einer künstlerischen (Selbst-)Spiegelung und kein Politiker muss den globalen Notstand ausrufen; Lars von Triers Weltuntergang genügt schon ein gebogenes Stück Draht.

3
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Breaking the Waves

Eine emotionale Achterbahnfahrt. Lars von Trier trifft den Zuschauer dort, wo es ihn am meisten schmerzt – und doch bleibt dort der Funke Hoffnung, der ein Leben lebenswert macht. Breaking the Waves ist das bedrückende Martyrium einer selbstlosen Frau, die alles dafür tun würde, ihrem Liebsten ein schönes Leben zu bereiten. Von Trier erzählt das nicht nur als aufopferungsvolle, kräftezehrende Liebesgeschichte, sondern auch als Diskurs über die verqueren Parameter religiöser Gemeinschaften. Ein wuchtiges Erlebnis, todtraurig und doch...bezaubernd.

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Dogville

Der schmale Grat derMenschlichkeit – wie schnell wird man selber Opfer und wie schnellkann man Menschen zu Opfer/Sklaven seiner eigenen Bedürfnissemachen. Arroganz und Schuld, auf beiden Seiten, sind die Säulen derhervorragenden Inszenierung und der Mensch, dessen Natur von Grundauf böse und durchtrieben ist, lässt die Masken fallen, um denZuschauer nicht nur eiskalt zu erwischen, sondern ihm auch bis zurletzten Sekunde in die verschreckten Augen zu starren.

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Antichrist

Was. Für. Ein. Film. War Lars von Trier jemals besser? War Willem Dafoe jemals besser? War Charlotte Gainsbourgh jemals besser? War das Kino jemals größer? Schwierig. In jedem Fall muss man Antichrist gesehen haben. Fraglos einer der Filme, die sich das Label "Jahrhundertwerk" verdient haben.

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